Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 22.08.2026, 14.00 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
  • Elke Schmitter
  • Angela Schader
  • Marie Luise Knott
  • Thierry Chervel
  • Benita Berthmann
  • Lukas Pazzini
  • Thekla Dannenberg
  • Lukas Foerster
  • Thomas Groh
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Richard Herzinger
  • Necla Kelek
  • Georg Klein
  • Daniele Dell'Agli
  • Peter Truschner
  • Wolfgang Kraushaar
  • Matthias Küntzel
  • Eva Quistorp
  • Anja Seeliger
  • Martin Vogel
  • Arno Widmann
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Übersicht

IM KINO

Baden im flachen Wasser

19.08.2026. Berlin, janz weit draußen: Zwischen Badeseen und Baumärkten schlägt sich der 16-jährige Ilay durch einen trägen Sommer. Saša Vajdas "The Lights, They Sleep" ist durchweg durchdacht und klug komponiert. Gleichzeitig würde man den arg kommunikationsscheuen Film auch immer wieder gern aus der Reserve locken. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Auf links gedrehtes Dinosaurierland

11.08.2026. Wo einst Langeweile gähnte, wüten plötzlich Dinosaurier: David Robert Mitchells schöner Sommerblockbuster "The End of Oak Street" inszeniert in bester Spielberg-Manier den Einbruch des Bedrohlichen in in den amerikanischen Vorstadt-Alltag. Von Kamil Moll. Mehr...

IM KINO

Theater der Blicke, Theater der Gesten

11.08.2026. Eine Absolutistin, eine Pragmatikerin und eine Freubeuterin der Liebe stehen im Zentrum von "Drei Freundinnen". Emmanuel Mourets meisterlicher neuer Film zeigt, wie komplex Angelegenheiten des Gefühls sind, wenn man ihnen offenherzig und ohne moralistische Scheuklappen nachspürt. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Am Ende fordert der Wald sein Recht

05.08.2026. Zu laut, zu behaart und es schläft nicht: Irgendwas stimmt nicht mit dem Kind, das in finnischen Wäldern aufwächst. Hanna Bergholms Horrorfilm "Nightborn" zeigt das Unheimliche in einem klassisch freudianischen Sinne: als das verdrängte Eigene.  Von Benjamin Moldenhauer. Mehr...

IM KINO

Geisterhafte Fast-Präsenz

05.08.2026. Das Nachleben eines Menschen in den Leben dreier anderer: Sandra Wollners in Cannes gefeierter "Everytime" zeigt, dass der Tod nicht das Ende ist. Dennoch hebt der Film erst richtig ab, wenn er von Berlin nach Teneriffa wechselt und aus Trauerarbeit Trauerdelirium wird. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Direkt ins Auge des Vogels

22.07.2026. In der Begegnung mit dem Habicht Mabel wird eine Naturwissenschaftlerin selbst zum komischen Vogel: Philippa Lowthorpes "H wie Habicht" erzählt, basierend auf dem Sachbuchbestseller Helen Macdonalds, von einer Frau und ihrem Anti-Haustier. Der Film verwildert im Blick auf den Raubvogel selbst nicht - und rührt doch an Grundsätzlichem. Von Lukas Foerster. Mehr...
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Archiv: Presseschauen

Ihre Flimmerfusionsschwelle liegt höher

22.08.2026.Im Tagesspiegel erzählt der Musikjournalist Moritz Weber, dass Chopins Briefe an Männer keinen Zweifel an dessen Homosexualität lassen. In der SZ erklärt die britische Künstlerin Alexandra Daisy Ginsberg, worauf bei Insektengärten zu achten ist. Die nachtkritik feiert bei der Eröffnung der Ruhrtriennale Ivo Van Hoves Destillat aus 400 David-Bowie-Songs, die FAZ ärgert sich indes über diesen "Singaufstand der Fruchtzwerge". Die taz erkennt in Faraz Shariats Justizdrama "Staatsschutz" die Folgen einer rechtsextremen Regierung.

Dialog zwischen Morgen- und Abendland

22.08.2026.Den Osten als undankbares Kind zu behandeln, greift zu kurz, erklärt in der FAS der Soziologe Steffen Mau, denn der Westen profitierte erheblich von der Wende. Der stellvertretende Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, Magnus Brechtken, hält auch in der FAS dagegen: Schuld an der Misere des Ostens ist nicht der Westen, sondern die DDR. Im FR-Gespräch will der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty dem Klimawandel mit einer Milliardärssteuer beikommen. Die taz erinnert daran, welche Wunder sich Michel Foucault von der iranischen Revolution erhoffte. 

Archiv: Bücher

Nur noch ein Stachel übrig

22.08.2026.Zum Meisterwerk kürt die Welt die Reportage, die die norwegische Journalistin Asne Seierstad über die russische Gesellschaft verfasst hat. Der Dlf lernt indes von dem ukrainischen Publizisten Wolodymyr Jermolenko, wie die Ukraine Europa hilft. Berührt folgt der Dlf außerdem Helmes Heines letzter Heldin, dem Igelmädchen Pieks. Die taz amüsiert sich darüber, wie Mirko Bonné den Bonner Regierungsmief lüftet. Eine moderne "Pretty Woman"-Geschichte zwischen Ost und West empfiehlt die SZ mit Ruth Maria Thomas’ neuem Roman „Die zweitgrößte Liebe“. Die NZZ lernt von Michael Steinberger, wie Habermas- und Tolkien-Lektüren Alex Karp Palantir gründen ließen. Und die FAZ erkennt auf Fotos von Jochen Raiß: Frauen sitzen gern auf Bäumen.

Sprachschrauben lockern

21.08.2026.Die FAZ erkundet mit Anne Weber den Graben, der die Poesie von der Erzählkunst trennt. Mirko Bonné verdankt sie ein Bravourstück über die Bonner Republik. Die FR kürt Elspeth Barkers Roman "O Caledonia" zum Klassiker. Mit Banu Mushtaq begleitet sie Frauen, die in Indien gegen das Patriarchat kämpfen. Der Dlf empfiehlt Gerd Hankels Essay über den Begriff des "Völkermords". Und Dlf Kultur lernt von Antonio Damasio: Insekten haben immer noch mehr Bewusstsein als KI.

Archiv: Magazin

Jene mühsam erkämpfte Freiheit

28.07.2026.Nach dem CSD-Attentat fragen die Medien nach einem möglichen Versagen der Behörden, zu diesem Zeitpunkt sicher zurecht. Aber das eigentliche Versagen lag vorher. Der Attentäter Abdul Ballout war Deutscher. Er sprach Deutsch. Er ist auf deutsche Schulen gegangen. Er wurde von deutschen Lehrern betreut. Ballout ist trotz seiner deutschen Sozialisierung abgedriftet. Was sagt das über die Qualität der Sozialisierung? Über einen Elefanten im Raum.

Zwischenredestromland

21.07.2026.Der Perlentaucher hat mit "Toledo", dem Programm des Deutschen Übersetzerfonds, eine neue Kolumne - "Mind the Gap" gestartet: Hier geht's ums Übersetzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Im zweiten Teil der Kolumne schreibt die Russisch-Übersetzerin Olga Radetzkaja: "Es sollte mich nicht wundern, wenn gerade übersetzte Literatur wegen der Extraportion Leben, die sie enthält, zum begehrtesten Rohmaterial zählt, mit dem die synthetischen Gehirne der großen Sprachmodelle gefüttert werden."

BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Una López-Caparrós Jungmann. Blätterlachen - (Ab 9 Jahren). dtv, München, 2026.Una López-Caparrós Jungmann: Blätterlachen
Der Wald fängt direkt hinter dem Haus an, in dem Ina mit ihrer Mutter lebt. Ina liebt es, durch den Wald zu streifen, sie liebt die Eichhörnchen, die Buntspechte, und besonders…
Tony Tulathimutte. Fiasko - Fiktionen . dtv, München, 2026.Tony Tulathimutte: Fiasko
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen…
Rüdiger Safranski. Die Vierte Kränkung - Menschlicher Geist im Schatten der Künstlichen Intelligenz. Hanser Berlin, Berlin, 2026.Rüdiger Safranski: Die Vierte Kränkung
Weil er über einen Geist verfügt, konnte der Mensch bis vor kurzem glauben, etwas Besonderes zu sein. Dann kam die Künstliche Intelligenz. Dass sie viele Aufgaben besser…
Anna Schapiro. Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind - Roman. Matthes und Seitz, Berlin, 2026.Anna Schapiro: Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind
Auf der Beerdigung ihrer legendären Großmutter Sweety beschließt Anna, sich auf die Suche nach den unerzählten Geschichten ihrer Familie zu machen. Mit einem Aufnahmegerät…

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