Annika Scheffel

Wanda

Roman
Cover: Wanda
Thienemann Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783522186896
Gebunden, 368 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Wanda hat genug vom Leben in Heimen und Pflegefamilien. Sie will ihr Schicksal in die Hand nehmen, also reißt sie aus. Ausgerechnet am trubeligsten Ort der Stadt findet sie ein Versteck und verändert von dort aus nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von Außenseitern: Sami, der sich wie kein zweiter in der Stadt auskennt und ein Geheimnis mit sich herumträgt, die wundersame Dora, die ihren Garten retten will, die schüchterne Peri, der feine und supernette Hotelportier Jo und die Straßenmusikerin Nino. Gemeinsam begeben sie sich auf eine aufregende Suche, die die ganze Stadt in Atem hält. Dabei erkennt Wanda, dass sie nicht nur ein Teil dieser Welt ist, sondern auch dazu gehören will. Aber auf ihre ganz eigene Art.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2026

Rezensent Anna Nowaczyk mag das Ende der Geschichte von Annika Scheffel nicht verraten. Aber die Story um ein ausgebüxtes Waisenmädchen und eine Bärin hat sie ganz schön in ihren Bann geschlagen. Dass Berlin nie so märchenhaft aussah wie bei Scheffel, wo Minervas von Torbögen zwinkern und der Chef des Adlon, äh Avalon, ein veritabler Bösewicht ist, trägt sicherlich dazu bei. Am Ende ist die Heldin nicht mehr allein ist, aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte, so Nowaczyk geheimnisvoll.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.04.2025

Ein "schräges Figurenpanoptikum", das der Rezensentin Dina Netz sofort sympathisch ist, entwirft Annika Scheffel in ihrem neuen Kinderbuch über die bald wohnungslose Wanda. Die nunmehr dritte Pflegefamilie will die eigenwillige Zwölfjährige wieder loswerden, weil sie sich das Ganze einfacher vorgestellt haben, nun sucht Wanda in Berlin nach einem Schlafplatz, verrät die Rezensentin. Das gestaltet sich als schwierig, denn zugleich ist eine Bärin ausgebüchst, die mit großem Bohei gesucht wird. . Wanda kommt aber im "Raum der Stille" am Brandenburger Tor unter, erklärt Netz, wo sie sich unter anderem mit einem Hotelportier anfreundet, der sich ständig unterbuttern lässt, und mit einer Familie, die abgeschoben werden soll. Für die Kritikerin insgesamt eine fast märchenhafte und irgendwie auch Hoffnung machende Geschichte.

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