Aus dem Englischen von Jens Hagestedt. Mit 59 Abbildungen. Wie ein sibirischer Bauer das Russische Reich zu Fall brachte Er war ein überzeugter Monarchist, kein Revolutionär, er bekleidete kein offizielles Amt und hatte keine Truppen unter sich - und doch trug er mehr zum Sturz der Romanow-Dynastie bei als jede andere Person: Grigori Rasputin. Antony Beevor, weltweit anerkannter Historiker und Bestsellerautor, widmet sich mit ihm einer der rätselhaftesten Figuren der Geschichte. Er hat Originalquellen aus zahlreichen Archiven ausgewertet und zeichnet auf dieser Grundlage das Ende des Zarenreichs sowie Rasputins Einfluss nach. So deckt er auf, wie der Einfluss dieses sibirischen Wanderpredigers am Hof von Zar Nikolaus II. und der Zarin Alexandra die russische Monarchie von innen aushöhlte und wie Gerüchte und Fake News mächtiger wurden als die Realität und so den Boden für die Russische Revolution bereiteten: erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit, in der Desinformation und Verschwörungsmythen wieder als politische Waffe dienen und politische Systeme destabilisieren können. "Eine der großartigsten Geschichten der Geschichte, erzählt von einem unserer größten Historiker."Simon Sebag Montefiore Antony Beevor ist einer der weltweit erfolgsreichsten Historiker Nach intensiven Recherchen in russischen Archiven und Auswertung bislang ungenutzter Quellen sowie Gesprächen mit der Großnichte des letzten Zaren, bewertet Beevor den Mythos Rasputin neu Zeigt eindrücklich, wie Desinformation und Verschwörungsmythen politische Systeme destabilisieren können
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.09.2026
Rezensent Arno Orzessek bekommt mit dem Buch von Antony Beevor zwar keine umfassende Realgeschichte, aber wenn der Autor Rasputin in die feine Gesellschaft von Moskau und St. Petersburg folgt wie ein Klatschreporter, wähnt sich Orzessek in einem Roman von Tolstoi bzw. auf den Seiten eines People-Magazins. Das verspricht gute Unterhaltung, auch wenn der Rezensent vor lauter Personen, Dokumenten, Meinungen und Gerüchten, die Beevor zusammenstellt, bald nicht mehr durchblickt. Das vielstimmige Salon-Getuschel um den Zaren-Guru mündet laut Rezensent in einen blutigen Krimi.
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