Bill Buford

Dreck

Wie ich meine Familie einpackte, Koch in Lyon wurde und die Geheimnisse der französischen Küche aufdeckte
Cover: Dreck
Carl Hanser Verlag, München 2020
ISBN 9783446267718
Gebunden, 544 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Bill Buford, Kultautor des Bestsellers "Hitze", ist zurück am Herd! - Selbstironisch und urkomisch ist die Odyssee auf der Suche nach den Geheimnissen der französischen Küche. Bill Buford, Starautor des New Yorker, setzt sich gern Extremen aus. Er lebte unter Hooligans und arbeitete in Italien als Pastamacher. Nun unterwirft er sich den Regeln der französischen Spitzenküche. Dafür verpflanzt er seine Frau und seine dreijährigen Zwillingssöhne kurzerhand nach Lyon. Er wird Bäckerlehrling, Schüler des Institut Paul Bocuse und Praktikant im legendären La Mère Brazier, wo er lernt, wie man ein Fischfilet auf 62,5 Millimeter filetiert, Hummertürmchen baut und wie nah Kameradschaft und Intrige in der Küche beieinander liegen. Aller Widerstände zum Trotz gibt Buford nicht auf, denn ihn treibt die Frage an: Liegt der Ursprung der französischen Küche in Italien?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.11.2020

Rezensentin Marlene Knobloch ahnt, dass die Fortsetzungsgeschichte des New Yorkers Bill Buford, wie er auszog, das Kochen à la français zu lernen, sogar in keimigen WG-Küchen Platz findet. Der Mann ist neugierig und kann erzählen, versichert Knobloch. Ob über die perfekte Entenbrust, koksende Spitzenköche oder einfach das selbst gewählte einfache Leben in Lyon. Bei allem Mitleid mit dem immer wieder patzenden Buford, über den die Franzosen lächeln, bei allem Ärger über das misogyne Business hat Knobloch jede Menge Spaß an Bufords Anekdoten. Und eine kleine Kulturgeschichte Frankreichs und der USA bekommt sie obendrein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.10.2020

Rezensent Tobias Rüther hat schon lange gewartet auf die Fortsetzung von Bill Bufords Selbsterfahrungsbericht als Aussteiger und Praktikant auf hohem Niveau in den besten Küchen der Welt. Für Rüther ein lustiger wie kluger Bildungsroman auch für die, die nicht fürs Kochen brennen. Wie Bufford über Landschaften, Traditionen und "interessante Spinner" am Herd schreibt und über seinen Umzug nach Lyon, findet Rüther allemal unterhaltsam und lesenswert. Rüther amüsiert sich nicht nur über Bufords Fehler beim Zubereiten von Saucen, er leidet auch mit. Und er lernt noch etwas: zum Beispiel, welche Rolle das Thema Missbrauch in der Spitzengastronomie spielt.

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