Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt. In den überfüllten Gängen der Stockholmer U-Bahn versucht ein Vater, mit seinen Kindern den Zug zu erreichen. Sie sind spät dran, der Jüngste im Kinderwagen brüllt, sein siebenjähriger Bruder weigert sich, mit dem Fahrstuhl zu fahren. Er quengelt so lange, bis eine fremde Frau anbietet, ihn die Treppe mit hinaufzunehmen. Widerstrebend willigt der Vater ein. Er sieht seinen Sohn nie wieder. Viele Jahre später verschwindet auch der Bruder des Jungen unter mysteriösen Umständen. Danny Katz wird von der Frau des Verschwundenen auf den Fall angesetzt. Und er ist nicht allein. Je tiefer er in die Machenschaften eines mächtigen Familienimperiums eintaucht, umso komplexer wird der Fall.
Was wäre "Schattenjunge" für ein aufsehenerregendes Buch gewesen, wenn es zehn Jahre früher erschienen wäre, seufzt Elmar Krekeler. In der Zwischenzeit hat der Rezensent Stieg Larsson gelesen und allerlei andere schwedische Krimis, und so kommt er nicht umhin, das Gelesene ständig abzugleichen. Allzu vertraut ist ihm die von Carl-Johan Vallgren entworfene Welt mit allgegenwärtigen Abgründen und "allumfassender Gebrochenheit", und die vom Autor neu eingeführten Elemente von Antisemitismus und Voodoo stellen in seinen Augen auch keine hinreichende Bereicherung dar. Vielleicht sollte man mal ein schwedenkrimifreies Jahr einlegen, um diese Literatur wieder schätzen zu lernen, meint Krekeler.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Maxim Biller: Schwarze Samstage Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen…