Die Energiekrise erschüttert die globale Wirtschaft. Gas und Öl werden als geopolitische Waffen eingesetzt. Und plötzlich sind Kohle, Fracking und Atomkraft wieder auf der Tagesordnung. Doch wer zahlt den Preis? Haben wir überhaupt noch eine Chance, uns aus den Abhängigkeiten zu befreien? Energieökonomin Claudia Kemfert gibt Antworten. Und sie benennt die Verantwortlichen für die verfahrene Situation. Ein kleines Zeitfenster bleibt, durch entschlossenes Handeln unsere Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig Demokratie, Wohlstand und friedliches Zusammenleben zu stützen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2023
Rezensent Felix Schwarz verzeiht der Energiefachfrau Claudia Kemfert den ein oder anderen falschen Ton, wenn die Autorin Fehler von Politik und Wirtschaft in Sachen Verschleppung der Energiewende anprangert, die Partnerschaften von BASF oder Eon mit Gazprom, die selbstgereche Ignoranz von Steinmeier, Merkel und Gabriel. Packend und prägnant ist das auf jeden Fall, verspricht Schwarz. Und dass Energiesicherheit nur zusammen mit sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz gedacht werden sollte, das macht die Lektüre dem Rezensenten ein für allemal klar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.02.2023
Dass ein Buch über die Energiewende unterhaltsam sein kann, ist für Rezensent Cord Aschenbrenner der erste Pluspunkt des Buchs der auch Talkshow-erfahrenen Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert. Angemessen sei ihr "apokalyptischer" Einstieg ins Thema, lobt Aschenbrenner, weil auch seiner Meinung nach "Autokratie gegen Demokratie" um die Hoheit in der Zukunft kämpfen. Durchweg kämpferisch sei denn auch Kemferts Ton, wenn sie über die internationale Energiepolitik der letzten Jahrzehnte schreibt und beim Aus der Gaspipeline Nord Stream 2 landet, findet der Rezensent, und schreibt enthusiasmiert, Kemfert habe mit ihrer Abrechnung über die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas "zweifellos das Buch der Stunde" vorgelegt: Ohne Umschweife, reich an Fakten und lehrreich. Eine Empfehlung für "Ottilie und Otto Normalgasverbraucher", beschließt Aschenbrenner seine Rezension.
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