Mit Essays von Catrin Backhaus, Gregor Jensen, Christine Meyer-Stoll.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.08.2001
Daniel Kothenschulte ist sehr überrascht, welche Eigentümlichkeiten des bürgerlichen Lebens die Kölner Künstlerin Corinna Schnitt in ihren Kurzfilmen, Videos und Fotoarbeiten zutage gefördert hat. So filmte sie etwa eine Familie, deren höchstes Glück darin besteht, am Wochenende gemeinsam auszuschwärmen, um im eigenen Wohnviertel die Verkehrsschilder zu putzen, berichtet ein spürbar erstaunter und zugleich amüsierter Rezensent. Dabei, merkt Kothenschulte an, werden derlei Personen und ihre Marotten nicht übertrieben abgebildet, sondern allenfalls von Schnitt künstlerisch überzeichnet. Die tröstlichen Rituale der bürgerlichen Abwegigkeit sind nun in einem "schönen, kleinen Fotobuch" samt den "herrlichen Texten" aus dem off, die mancher aus Schnitts Filmen kennt, zusammengetragen worden, schwärmt der Rezensent.
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