David Faber

Romeks Bruder

Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden
Cover: Romeks Bruder
dtv, München 2000
ISBN 9783423307611
Taschenbuch, 224 Seiten, 11,50 EUR

Klappentext

Im Sommer 1939 war die Welt für den kleinen David noch in Ordnung. Doch bald darauf, mit der deutschen Besetzung Polens, wurde alles anders. Wie durch ein Wunder überlebte David als einziger seiner Familie die Mordaktionen. Es folgte eine grauenvolle Odyssee durch verschiedene Arbeits- und Konzentrationslager ? ständiger Todesangst, entsetzlichen Grausamkeiten und fortwährenden Entbehrungen ausgesetzt. Das Andenken an seinen bewunderten Bruder Romek, der im Widerstand gewesen war und von den Nazis vor seinen Augen ermordet wurde, gab dem Jungen die Kraft zu überleben. Erst 25 Jahre nach seiner Befreiung war er in der Lage, über seine Leidenszeit zu sprechen. Aus seinem Bericht entstand dieses Buch, ein anrührendes Zeugnis gegen das Vergessen und eine Mahnung zum entschlossenen Widerstand gegen jegliche Inhumanität.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.07.2000

Thomas Eckardt beschränkt sich in seiner recht kurzen Besprechung im Wesentlichen auf die Nacherzählung der Leidensstationen David Fabers aus Kattowitz (heute San Diego), der als eines von zwei Geschwistern einer vielköpfigen Familie in Polen überlebt hat. Der Tod seiner Angehörigen ist kein Abstraktum, die meisten werden vor den Augen des Jugendlichen gefoltert und ermordet. Als er sich nach einiger Zeit im Untergrund schließlich stellt, wird er nach Auschwitz-Birkenau deportiert, dann über Buchenwald, Dora und Crawinkel nach Bergen-Belsen, wo er die Befreiung des Lagers durch englische Soldaten erlebt. Die "brutale und herzzerreißende Lakonie", mit der er seine Geschichte erzählt, hat Thomas Eckardt an Tadeusz Borowski erinnert - und das ist, für den, der die Erzählungen Borowskis kennt ("Bei uns in Auschwitz"), gewiss eine der höchsten und schrecklichsten Preisungen für die der Shoah gewidmeten Erinnerungsliteratur.

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