Gerda Buxbaum (Hg.)

Mode!

Das 20. Jahrhundert
Cover: Mode!
Prestel Verlag, München 1999
ISBN 9783791321912
gebunden, 192 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

Mit ca. 500 Abbildungen. Die berühmtesten und einflußreichsten Modemacher, bahnbrechende Modetrends oder revolutionierende Kleidungsstücke werden jeweils auf eine Doppelseite vorgestellt: Die Highlights der Haute Couture in einer hinreißenden Mode-Revue mit Fotos von atemberaubender Fülle und Opulenz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2000

In einer Doppelrezension bespricht Ingeborg Harms zwei Bände zum Thema Mode im 20. Jahrhundert.
1) Francois Baudot "Die Mode im 20. Jahrhundert"
Baudots Band schneidet dabei in ihrem Urteil recht ordentlich ab. Sie lobt die "opulente" Bebilderung des Bandes und die große Sachkenntnis, mit der der Autor hier zu Werke geht. Baudot habe hier nicht nur einen aufschlussreichen Überblick über die Modegeschichte des Jahrhunderts mit den entscheidenden Umbrüchen und Reformen vorgelegt, sondern auch einen Blick auf die "Marktmechanismen und historischen Zusammenhänge" geworfen. Dabei erfährt man, so die Rezensentin, so einiges über das Schicksal der verschiedener Modehäuser und die Krisen, in die sie vor allem durch die "jugendlichen Antimoden" gekommen sind. Dass der Autor dabei keinen Hehl aus seinen eigenen modischen Idealen macht (so äußere er deutliche Sympathie für viele junge Modemacher, die sich wieder zunehmend der Maßanfertigung zuwenden), tut diesem Buch, wie die Rezensentin offenbar findet, keinen Abbruch.
2) Gerda Buxbaum (Hrsg.): "Mode!" Das 20. Jahrhundert.
Weniger Begeisterung zeigt Ingeborg Harms für den von Gerda Buxbaum herausgegebenen Band. Sie fühlt sich eher an einen "Stichwortkatalog" erinnert, der zwar bisweilen wie ein "reizvolles Kaleidoskop der Perspektiven" wirke, allerdings erscheint ihr vieles allzu beliebig. So äußert die Rezensentin wenig Verständnis dafür, dass das Thema Haute Couture nur angerissen wird, der Leser aber andererseits "unnötigerweise" viel darüber erfährt, wie man durch Gymnastik, plastische Chirurgie und ähnliches den weniger perfekten Körper in Form bringen kann. Auch der Sprachstil und das Layout lassen nach Harms erheblich zu wünschen übrig.

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