Managen ist eine dynamische Tätigkeit, kein statische Wissenschaft. Henry Mintzberg zeigt, dass Manager vielfach als überlegte und systematische Planer idealisiert werden und diesem Anspruch gar nicht gerecht werden können. Er skizziert Management als dynamischen Prozess. Eine seiner Thesen: Management und Leadership sind Bestandteile des gleichen Jobs. Manager, die keine Leader sind, sind langweilig. Und Leader, die nicht managen, wissen nichts vom Geschäft. Die Trennung von Management und Leadership ist Unsinn. Mintzberg fordert auf zu einer längst überfälligen Diskussion über modernes Management: Wie kann man managen, wenn verlässliche Daten fehlen. Wie kann man eine Balance herstellen zwischen notwendiger Veränderung und Kontinuität? Wie kann man Dinge durchdenken, wenn die Zeit dazu fehlt? Effektive Manager sind nicht frei von Fehler, aber sie treffen die in der jeweiligen Situation bestmöglichen Entscheidungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2011
Angetan zeigt sich Heinz K. Stahl von Henry Mintzbergs Buch "Managen". Er schätzt den kanadischen Autor als "Rebell unter den Vordenkern des Managements". Das Werk zeichnet sich für ihn durch Schwung und Leidenschaft aus. Man merkt dem Buch seines Erachtens an, dass Mintzberg dafür 29 Manager aus unterschiedlichen Branchen nicht nur interviewt, sondern begleitet hat. Ausführlich geht er auf die Modelle und Empfehlungen ein, die der Autor als Ergebnisse daraus ableitet. Besonders hebt er die Ausführungen über gutes Management hervor, das sich ausgewogen zwischen Kunst, Handwerk und der Anwendung von Wissenschaft abspielt. Mit Lob bedenkt er nicht zuletzt die gelungene deutsche Übersetzung.
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