Abraham lebt als erfolgreicher Kaufmann in der Handelsstadt Haran. Aber er will mehr vom Leben und sucht das Glück in der Ferne, in Kanaan. Geleitet wird er von seiner Suche nach dem einen, einzigen Gott. Nacht für Nacht steht er unter dem Sternenzelt und wartet auf ein Zeichen Elohims.Doch Abraham bleibt in Kanaan ein Fremder, seine Geschäfte laufen schlecht und seine Frau Sara wird nicht schwanger. Er widersteht allen Empfehlungen, den lokalen Göttern zu opfern, und hält an seinem Glauben fest, denn er hat große Pläne: Er wähnt sich auserwählt und will ein eigenes Volk gründen. Doch erst muss er sich ein weiteres Mal aufmachen - nach Ägypten.Dort herrscht weitsichtig der Pharao Amenemhet, in dessen Dienst sich Abraham bald wiederfindet. Doch der Pharao schmiedet einen politischen Plan, der Ägypten nützlich sein soll und so ganz nebenbei Abrahams Träumen neue Hoffnung verleiht …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.04.2020
Rezensent Jörg Plath ist nicht überzeugt von Ivan Ivanjis verspielter Adaption des biblischen Abraham-Textes. Wenn der serbische Schriftsteller, Diplomat, Tito-Dolmetscher und Auschwitz-Überlebende ihm hier erzählt, wie Abraham mit seiner Frau Sarai nach Ägypten zum "lüsternen" Pharao Amenemhet I. reist - inklusive Frauentausch, Plaudereien und Happy End - und das Ganze im Nachwort als "Hollywood-Story" preist, meint Plath: Das ergibt nicht mal einen "Arthouse-Film". Historische Exkurse und eine Prise "Küchenpsychologie" reichen für eine Vereinfachung des komplexen Gleichnisses nicht aus, meint er.
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