Seit mehreren Jahren leitet Jürg Meyer zur Capellen das an den Universitäten Münster und Würzburg angesiedelte "Raphael- Projekt". In diesem Rahmen hat er alle in der vorliegenden Publikation erörterten Gemälde im Original studiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2002
Emil Maurer widmet sich sehr gründlich diesem Band, der das Frühwerk Raffaels behandelt. Der Rezensent sieht in diesem auf Englisch publizierten Gemäldekatalog "entscheidende Vorteile" gegenüber früheren Katalogen. Allerdings bedauert er, dass das Buch keine "Konkordanz" für die wichtigen Gemäldekataloge von Dussler und Passavant bietet. Maurer lobt die Entscheidung für eine chronologische Behandlung der Gemälde, weil sie eine "Entwicklungsgeschichte" des jungen Raffael erstellt und damit ganz deutlich wird, dass sich das "Genie" des Malers erst entwickeln musste. Auch die Datierungen der Bilder, lobt der Rezensent, "referiert und argumentiert" Meyer "unvoreingenommen". Als "wichtigste Verbesserung" preist er die technologischen Untersuchungsmöglichkeiten der Gemälde, die in dem Band dokumentiert sind und die bei so manchem schwarzen Bildhintergrund noch Interessantes sichtbar gemacht haben. Zwar bemängelt der Rezensent, dass das Buch keine vollständige Bibliographie enthält und keineswegs eine "Monografie ersetzten kann, auch hätte er gern mehr über das Verhältnis von Raffael zu Urbino erfahren. Alles in allem aber ist er sehr angetan von diesem ersten Band und lobt die Verdienste des Autors.
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