Aus dem Amerikanischen von Jasmin Humburg. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern führt die Hauptfigur ein glückliches Leben in Brooklyn - bis er ihr eines Abends in einem Restaurant eröffnet, dass er eine Affäre mit einer Frau namens Maggie hat. In den darauffolgenden Tagen spürt sie immer wieder einen stechenden Schmerz in der Brust, und die Diagnose bringt Gewissheit: Es ist nicht nur der Liebeskummer, sondern sie hat einen Tumor. Zwischen Strahlentherapie und Scheidungsformalitäten versucht sie, mit alldem klarzukommen. Sie beginnt, mit ihrem Tumor zu sprechen, und gibt ihm kurz entschlossen einen Namen: MAGGIE.
Zunächst einmal findet Rezensent Valentin Wölflmaier den Debütroman von Katie Yee durchaus ziemlich lustig, auch wenn die Situation der Erzählerin eigentlich nicht unbedingt zum Lachen ist: Ihr Mann verlässt sie für eine Jüngere und Brustkrebs hat sie auch noch. Ein bisschen boshaft und sehr humorig schildert sie nun einzelne Episoden aus dem Leben als Hausfrau und Mutter, zum Beispiel gibt sie ihrem Tumor den Namen der Geliebten ihres Mannes, resümiert Wölflmaier. Ihn stört dabei allerdings, dass Yee so viele Gelegenheiten liegenlässt, über die gesellschaftliche Situation einer verlassenen Mutter nachzudenken - sie hätte die Themen, über die sie schreibt, ruhig etwas ernster nehmen können, so sein Fazit.
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