Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann. Manche Geheimnisse sind so grausam, dass sie einen verstummen lassen Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?
Katharina Granzin kann genau Auskunft über den Verlauf der Reihe von Kristina Ohlssons Schwedenkrimis rund um Kommissar Alex Recht und sein Team geben: So sind nun, im vorliegenden dritten Band der Reihe, alle früheren internen Spannungen, da mit der Ermittlerin Fredrika Bergman eine Frau zum Team gestoßen ist, nach erfolgreicher Psychotherapie passé. Ein Storypartikel, in dem Granzin das für den schwedischen Polizeiroman typische Vertrauen in die staatlichen Institutionen bestätigt sieht. Und überhaupt sind solche, an den Spannungsaufbau geknüpfte, private Details bei Ohlsson ein ganz zentraler Bestandteil nicht nur ihrer Geschichten, sondern auch ihrer herausragenden Position im Genre, merkt die Kritikerin an. Allerdings kommt auch Granzin am Ende nicht um die Anmerkung herum, dass hier diesbezüglich "fast ein bisschen zu viel des Guten" vorliege.
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