Luke Harding

Edward Snowden

Geschichte einer Weltaffäre
Cover: Edward Snowden
Edition Weltkiosk, Berlin 2014
ISBN 9783942377096
Kartoniert, 277 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Alles begann mit einer E-Mail ohne Absender: "Ich bin ein hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter ..." Was folgte, war die spektakulärste Enthüllung von Staatsgeheimnissen der Geschichte, ermöglicht von einem außergewöhnlichen Mann. Die Affäre erfasste Regierungen in aller Welt, nicht zuletzt die von Bundeskanzlerin Angela Merkel, und führte zu schweren Belastungen in den internationalen Beziehungen. Edward Snowden, ein junges Computergenie, das für die amerikanische National Security Agency (NSA) arbeitete, alarmierte die Weltöffentlichkeit, dass der mächtige Geheimdienst neue Technologien nutzt, um praktisch den ganzen Planeten zu überwachen und die Privatsphäre eines jeden zu zerstören. "Beherrschung des Internets", nannten das seine NSA-Kollegen. "Edward Snowden. Geschichte einer Weltaffäre" ist die erste umfassende Schilderung der Taten Snowdens - und der Arbeit der Journalisten, die dem Druck der amerikanischen und britischen Regierungen widerstanden und die größenwahnsinnigen Überwachungsaktivitäten der NSA und ihres britischen Gegenstücks Government Communications Headquarters (GCHQ) ans Licht brachten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.06.2014

Mitnichten ein Buch über Edward Snowden hält Daniel Haufler da in Händen. Was Luke Harding hier zusammenträgt, sind laut Haufler die entscheidenden Momente der Enthüllungsgeschichte aus dem Blickwinkel des "Guardian", der die Papiere mutigerweise veröffentlichte. Insofern findet der Rezensent den Buchtitel irreführend, auch wenn der Autor wichtige biografische Stationen aus Snowdens Leben in seine Geschichte einbindet. Zentral sind laut Haufler die Akten der NSA selber, deren Veröffentlichungsgeschichte der Autor spannend protokolliert. Sichtbar wird dadurch für Haufler der totalitäre Anspruch der Geheimen, aber auch, dass Snowden eigentlich kein Linker ist, sondern ein konservativer Patriot mit gehörigem Widerstandspotenzial.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.04.2014

Instruktiv findet Rezensent Johannes Gernert dieses Buch des "Guardian"-Reporters Luke Harding über Edward Snowden. Die Geschichte des Whistleblowers, der mit seinen Enthüllungen über die Machenschaften des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA für weltweites Aufsehen sorgte, wirkt auf den ersten Blick ziemlich geradlinig, meint er, doch Harding mache deutlich, dass dies keineswegs so ist und alles auch ganz anders hätte kommen können. Snowden selber wirkt auf ihn nicht immer sympathisch, aber integer. Zudem hat Gernert eine Menge über das System der Überwachung in den USA, England, aber auch in Russland erfahren. Sein Fazit: eine "Mischung aus Agententhriller und Analyse".

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