Aus dem Katalanischen von Heike Nottebaum. "Emma" ist die Geschichte einer modernen, jungen Frau in Barcelona, die auf extreme Weise aus ihrem bisherigen Leben mit Mann, Tochter, Job und geregelten Verhältnissen ausbricht und fortan auf der Straße lebt als "eine ohne Dach", als Großstadt-Nomadin, die mal in einem Park, mal in einer Häuserecke hockt oder schläft. Dieses neue Leben, das ihr altes völlig auf den Kopf stellt, ist eine Flucht aus Enttäuschungen, Routine und Angepasstheit und gleichzeitig ein gefährlicher Sprung in radikale Unabhängigkeit. Die Zeit, die sie jetzt im Überfluss hat zum Nachdenken und Schreiben, öffnet ihr die Augen für die Ursachen ihrer Wut und Zweifel ebenso wie für die immense und manchmal zerreissende Energie, die sie aus dem Verlangen nach Würde und Liebe zieht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.11.2009
Nein, um Frauenmitleidsliteratur handelt es sich nicht, wenn Maria Barbal einen Stoff wie diesen anpackt, das möchte Merten Worthmann verstanden wissen. Was mit Flaubert-Parallelen beginnt und sich dann rasch zu einer Art Krisentagebuch einer Frau aus dem Barcelona von heute entwickelt, liest Worthmann zwar durchaus auch als Buch über soziale Kälte und fehlendes Mitgefühl. Gefühlige oder sentenziöse Passagen, erklärt er, sind allerdings eher die Ausnahme. Die Textbausteine aus Beobachtung, Gedanken und Erinnerung der Protagonistin findet Worthmann ansonsten souverän, elegant und mit Gespür für Suspense arrangiert. Wie auch der Ton, scheinen sie ihm direkt einer Seele im Ausnahmezustand zu entspringen.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…