Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2000
Vierzehn Intellektuelle berichten über ihre Lieblingslektüre, und vor allem über ihr erstes Rendezvous mit einem Buch. Zusätzlich wird in Umfragen das "Verhältnis" zum "Lebensbuch", die Umstände und die Regungen dieser "ersten Begegnung" ermittelt - ein Unterfangen, das sowohl vom Rezensenten als auch von manchen der Befragen scheinbar belächelt wird. Das Reden über das Lesen scheint unterschiedliche Früchte zu tragen. So würden manche der Autoren "ihre eigene literarische Produktion in den Mittelpunkt" stellen, andere dafür sich als gute Leser enttarnen. Auch sympathische "Geständnisse" scheinen sich darunter tummeln, wie dies von Franz Schuh "Nach Karl May las ich sofort Dostojewski, ohne den geringsten Unterschied zu bemerken."
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…