Aus dem Englischen von Birgit Salzmann. Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit?
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren?
Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2019
Apokalypse hoch zwei! Rezensentin Manuela Kalbermatten bespricht zwei Jugendbücher zur Klimakatastrophe, die das Thema so dystopisch aufgreifen, wie es derzeit angesagt ist. In Nicky Singers "Davor und Danach" hat der Klimawandel zu einer Massenflucht vom Süden nach Norden geführt. Ein Mädchen, dessen schottische Eltern im Sudan umgekommen sind, versucht nach Schottland zurückzukehren, steht aber - wie die afrikanischen Flüchtlinge - vor verschlossenen Grenzen. Kalbermatten gefällt an diesem Buch vor allem, dass es hier nicht nur um das Überleben von Amerikanern oder Europäern geht. Das macht das ganze für sie zu einem auch politisch interessanten Buch.
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