Aus dem Griechischen von Günter Dietz. Mit zwei Beiträgen von Ioulita Iliopoulou.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.08.2004
Der griechische Literaturnobelpreisträger Odysseas Elytis (1911-1996) hat mehr als dreißig Jahre Traumprotokolle gesammelt, von denen er im Jahr 1974 "gerade einmal" einundzwanzig zur Veröffentlichung auswählte, berichtet Andreas Dorschel. Der "verdienstvolle" Elfenbein Verlag legt diese nun in einer durch "allerhand Kommentare gestreckte" deutschen Version vor. Für den Autor, erklärt der Rezensent, war das Reich der Träume ein Eden bedingungsloser Freiheit. Doch kommt Dorschel Widersprüchen im Text auf die Schliche, zum Beispiel dass die Traumwelt von der Realität abhänge: "Jene ist das negative Abziehbild dieser. Zuweilen auch bloß das Abziehbild". Auch die Moral hole das Wunschdenken des Autors- im Vorwort manifestiert- im Text selber ein. Abschließend notiert der skeptisch gebliebene Rezensent: "Dass Träume Schäume sind, bestätigt wider Willen, wer auch aus Worten vorwiegend letztere schlägt".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…