Aus dem Amerikanischen von Eva Leipprand. Anhaltende Dürren, tobende Stürme, brennende Wälder - wer glaubt, damit seien die Auswirkungen des Klimawandels aufgezählt, irrt: Das Meer wird eine der schwerwiegendsten Bedrohungen für viele Menschen sein. Noch weiß niemand genau, wie hoch das Wasser steigen wird. Doch mit dem Schmelzen der polaren Eiskappen hat ein Prozess begonnen, der immer mehr an Fahrt aufnimmt. Küstenstädte werden überflutet, Ackerland wird durch eindringendes Salz unbrauchbar. Peter D. Ward schaut auf Zeiten zurück, in denen sich die Erde erwärmt hat und die Meere angestiegen sind, und zeichnet daraus ein mögliches Bild für die Zukunft.
Rezensentin Dagmar Röhrlich schockiert das Buch des Geologen Peter D. Ward auch zehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch, Der aktualisierte und überarbeitete Band führt sie auf emotionale Weise, mit szenischen Einstiegen an das Problem des Klimawandels und des Anstiegs der Meeresspiegel heran. Wie der Autor die Zukunft analysiert, die Sturmflutlage in Hamburg 2095 oder die Überbevölkerung in Tunesien im Jahr 2050, fesselt und beeindruckt die Rezensentin und stimmt sie nachdenklich. Dass Ward keine Patentlösungen anbietet, sondern für Konsum- und Mobilitätsverzicht wirbt, findet Röhrlich nachvollziehbar.
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