Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2002
Regelrecht enthusiastisch ist der Rezensent mit dem Kürzel czz. angesichts der Neuveröffentlichung dieser knapp hundert Jahre alten Memoiren einer Wiener Toilettenfrau, die in Wirklichkeit aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Feder des Schriftstellers und Journalisten Vizenz Chiavacci stammen Dies vermutet der Herausgeber, Peter Payer, und dafür spricht die "groteske Brillanz dieser turbulenten Schilderungen". Den vermutlichen Autoren preist der Rezensent als "heute vergessene satirische Größe seiner Zeit" und dementsprechend unterhaltsam findet er, was dieses Buch über die Wiener Gesellschaft der vorletzten Jahrhundertwende preisgibt: "die öffentliche Bedürfnisanstalt (wird) zum enthüllenden Theatrum Mundi".
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…