Peter Steinbach

Der 20. Juli

Gesichter des Widerstands
Cover: Der 20. Juli
Siedler Verlag, Berlin 2004
ISBN 9783886801558
Gebunden, 352 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Peter Steinbach folgt den Lebensläufen von Graf Stauffenberg, Generalmajor Henning von Tresckow, des Gewerkschaftlers Wilhelm Leuschner, von Carlo Mierendorff und Adam von Trott zu Solz. Er stellt den Lesern Dietrich Bonhoeffer vor, der in Berlin predigte, den Pfarrer Harald Poelchau, der den in Plötzensee inhaftierten Widerständlern Kassiber und Lebensmittel in die Zellen brachte. Er zeigt dieEntstehung des Kreisauer Kreises und ihres konservativen Gedankenguts und schildert, wie Menschen sich zum Widerstand entschlossen, die ursprünglich die politischen Ziele Hitlers geteilt hatten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.07.2004

Peter Steinbachs "Der 20. Juli 1944" will keine Gesamtgeschichte des "Tages und seiner Vorgeschichte" geben, schreibt Jürgen Zarusky. Vielmehr enthält das Buch eine Sammlung von Vorträgen des wissenschaftlichen Leiters der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Allerdings wirkt diese Sammlung von "Porträts von acht Persönlichkeiten aus dem Umkreis des 20. Juli" - vornehmlich Mitglieder des Kreisauer Kreises - "etwas willkürlich", stellt der Rezensent fest. Aber dafür würdige der Autor "einfühlsam" "die spezifischen Leistungen" der von ihm dargestellten Widerständler (Helmut James Graf von Moltke, Peter Graf Yorck von Wartenburg, Carlo Mierendorff, Adolf Reichwein, Otto Heinrich von der Gablentz, Wilhelm Leuschner, Adam von Trott zu Solz und Hans von Dohnanyi). Ferner enthält der Band "Essays zur Weißen Rose, zur Rolle des Rechts für die Gegner Hitlers, zur Verfolgung der Verschwörer und zum Verhältnis der zivilen zur militärischen Opposition". Dass Letztere nur marginal behandelt werde, macht für den Rezensenten den Schwachpunkt des Buches aus, sei ihr Verständnis für ein Verständnis des 20. Juli insgesamt doch fundamental.

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