Machiavelli ist der ideale Pate für ein Buch über strategische Werkzeuge in einer sich radikal verändernden Welt. Mit seiner glasklaren Analyse der neuen Situationslogik des beginnenden 16. Jahrhunderts hat er dem Fürsten die richtige Strategie für politisches Handeln an die Hand gegeben. Heute, rund 500 Jahre später, kann der Pragmatismus und Realismus eines Machiavelli nur ermutigen, sich auf die radikal neue Logik einer offenen Netzwerkgesellschaft einzulassen. Machiavelli würde im 21. Jahrhundert der Fürstin empfehlen, auf Anti-Führung umzusteigen. Anti-Führungskräfte sind keine befehlsgewohnten Herrscher, sondern gute Zuhörer. Sie setzen nicht Anweisungen durch, sondern ermöglichen Anpassungsprozesse.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2012
Keine Frage für Thomas Thiel: Der Autor stellt die richtigen Fragen zur Entwicklung der neuen Medien. Leider ist Thiel mit den von Philipp Müller in seinem Buch "Machiavelli.net" gegebenen Antworten nicht immer zufrieden. So gerne er Müllers Optimismus teilen möchte, so wenig überzeugen ihn die angegebenen Gründe beziehungsweise fehlen ihm Handlungsmuster, nach denen sich das Medium Internet selbstbestimmt formen ließe, wie es der Autor fordert. Müllers Beispiele für Partizipation und Selbstbestimmung im Netz findet Thiel größtenteils überholt, zu schnell, meint der Rezensent, sei die Entwicklung hier. Die Piratenpartei und ihr - für Thiel gescheiterter - Versuch, Politik ganz auf Netzbasis zu machen, kommt im Buch nicht einmal vor, kritisiert der Rezensent
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…