Die Schande einer unehelichen Geburt, die Alltagssorgen der Mutter und ihr ständiger Vorwurf: Du hast mein Leben zerstört! überschatten Thomas Bernhards Kindheitsjahre. Ein wahres Martyrium begann mit dem Eintritt in die Schule, in der sich der begabte Junge von Anfang an langweilte. es waren Jahre fern der Idylle, wenn auch nicht ohne Augenblicke des Hochgefühls. Und es war die Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges.
Als Mittel gegen das in Mode gekommene Argument, Thomas Bernhard habe dazu beigetragen, dass die Welt ein falsches Bild von Österreich bekommen habe, scheint Franz Schuh die Lektüre der nunmehr in der 16. Auflage erschienenen Autobiographie zu empfehlen. "Ein selbständiges Meisterwerk" nennt er es, das "in Bernhards Vorstellungswelt am allerbesten einführt." Darüber hinaus erkennt Schuh in dem Buch "eine klassische Utopie des Subjekts," weil es zeigt, dass man wird, wer man ist, indem "man sich als einer durchsetzt, der gerade wegen seiner Abweichungen vom Konventionellen anerkannt wird."
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…