Christa Schuenkes Neuübersetzung wurde mit dem renommierten Martin-Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Burkhard Müller bespricht die neuen Taschenbuchausgabe von Christa Schuenkes zweisprachiger Ausgabe der Shakespeare-Sonette gemeinsam mit Franz Josef Czernins Nachdichtungen der gleichen Gedichte (Carl Hanser Verlag).
1) Czernin: "Sonnets/Übersetzungen"
An Czernin lässt er kein gutes Haar. Er schimpft über die altertümelnde Sprache, bekennt, manche Verse überhaupt nicht zu verstehen, und beschwert sich besonders darüber, dass Czernin Shakespeares fünfhebige Verse mir nichts dir nichts in sechshebige Verse überträgt - ein Metrum, das Müller wesentlich schwerfälliger findet. Nein, das ist eine "wacklige Angelegenheit".
2) Schuenke: "Die Sonette"
Wie anders dagegen Schuenkes Übertragungen. Sie übersetze mit dem Ziel der "Wirkungsäquivalenz". Müller zeigt das am Beispiel des Sonetts "How oft, when thou my music...", wo er verschiedene Übersetzungen mit der Schuenkes vergleicht und sie glaubhaft vor Stefan George, Karl Kraus (geschweige denn Czernin!) siegen lässt. Schuenke sei zugleich am texttreuesten und poetisch am überzeugendsten, meint der begeisterte Rezensent. Und überdies ist die Ausgabe preiswert!
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