Voland und Quist Verlag, Dresden und Leipzig 2026
ISBN
9783863914660 Gebunden, 240 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Ein Brief bringt Aufruhr ins gemütliche Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen - und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten. Was ist das für ein Seil, das sich um sie schlingt, und so nah an Tante, Mutter und Großmutter bindet? Das ihr Halt gibt, aber oft genug auch die Luft abschnürt? Zwischen Baracken im Novosibirsk der 1960er Jahre, Auffanglager für Aussiedler in den 1970ern und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen. Sie erzählt von Ausgrenzung und Anpassung, von Ausbeutung und Emanzipation, von Sexualität und Abtreibung.
Rezensentin Beate Scheder liest Alisha Gamishs atemlose Prosa über drei russlanddeutsche Frauen aus drei Generationen und scheint etwas überfordert zu sein, weil Gamish so dicht und mit Zeitsprüngen und Brüchen erzählt von Vertreibung, Hunger, Gewalt, Abtreibungen und der Kunst der Verdrängung und des Verschweigens. Über jede eingeschobene Pause, wenn Scheder mal wieder ein russlanddeutsches Wort im Anhang nachschlagen muss, ist die Rezensentin dankbar.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…